Vorbeugung: Eingewachsener Fußnagel

Ein eingewachsener Zehennagel ist ein häufig auftretendes Problem. Hierbei wächst der Nagel nicht in seiner richtigen Form, was zu einem seitlichen Einwachsen und mitunter starkem Druck in die umliegende Haut führt. Hieraus können wiederum Schwellungen, Rötungen und Entzündungen an der Haut entstehen, die teilweise auch mit Eiter und starken Schmerzen verbunden sind.

Tipps um eingewachsene Nägel zu verhindern

Sollte man bemerken, dass ein Nagel einwächst, handelt man am besten direkt, so dass sich die Beschwerden möglichst nicht weiter ausbreiten können. Ist der Nagel bereits eingewachsen und schmerzt, nimmt am bestenfalls Kontakt zu einer Medizinischen Fußpflege auf. Sie kennen sich mit dieser Nagelproblematik sehr gut aus und können eine passende Behandlung durchführen. Selbstversuche können schnell zu einer Verschlechterung führen, weshalb es besser ist, einen Fachmann aufzusuchen.

Gründe und Ursachen für eingewachsene Nägel

Damit ein eingewachsener Fußnagel möglichst gar nicht erst entsteht, ist Vorbeugung das beste Mittel. Um richtig vorzubeugen ist es allerdings wichtig zu wissen, wodurch ein eingewachsener Nagel hervorgerufen wird.

Die wohl häufigste Ursache ist eine falsche oder zu gut gemeinte Nagelpflege, indem man die Nägel zu stark oder nicht richtig kürzt. Ein weiterer Grund kann das falsche Schuhwerk sein.

Besonders Frauen sind hiervon betroffen, wenn sie regelmäßig zu enge und unpassende Schuhe tragen. Doch auch Sportler sollten vorsichtig sein und immer auf passende Schuhe achten.

Gesunder und eingewachsener Fußnagel im Vergleich

Weiterhin kommen verformte Nägel in Frage, wie sie entweder durch genetische Veranlagung oder durch eine Verletzung hervorgerufen vorhanden sein können. Dazu zählen unter anderem Rollnägel, die eine starke Krümmung an den Seiten aufweisen. Auch einige Krankheiten können zu verändertem Wachstum führen, wie zum Beispiel Diabetes.

Zehennägel richtig schneiden

Beim Kürzen der Zehennägel ist es sehr wichtig, auf die richtige Form und Länge zu achten, denn nur so lassen sich ein Einwachsen, Infektionen oder eine Nagelbettentzündung verhindern. Die Nägel sollten aus diesem Grund immer gerade und nicht zu rund geschnitten werden. Außerdem dürfen die Ecken nicht zu sehr beschnitten oder abgerundet werden, das würde ein Einwachsen begünstigen. Weiterhin sollte man darauf achten, die Nägel nicht zu sehr zu kürzen, das könnte das darunter liegende Häutchen verletzen und so eine Infektion verursachen.

Zehennagel richtig schneiden

Zum Kürzen der Nägel gibt es verschiedene Methoden. Man kann einen Nagelknipser benutzen, mit dem sich allerdings die Form nicht so gut geben lässt. Außerdem wird beim Knipsen ein starker Druck auf die Nagelplatte ausgeübt, was nicht für alle Nagelbeschaffenheiten gut ist, da sie splittern können. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, die Fußnägel mit einer Feile zu kürzen. Das ist zwar sehr schonend, doch auch hier gelangt man nicht so gut in die Ecken und es erfordert eine gewisse Übung. Am einfachsten ist es daher, eine spezielle Fußnagelschere zu benutzen, da sich mit ihr ganz flexibel arbeiten lässt.

Bevor man mit dem Schneiden beginnt, sollten Hände und Füße desinfiziert werden, das verhindert die Verbreitung vom Keimen und Erregern.

Da die Fußnägel meist etwas härter sind, besonders die der großen Zehen, ist es empfehlenswert, sie nach dem Duschen oder Baden zu schneiden. Alternativ kann man vorab ein Fußbad durchführen.

Hierzu eine Schüssel mit nicht zu heißem Wasser füllen und etwas Kernseife darin auflösen. Die Füße etwa zehn Minuten darin baden und danach gut abtrocknen. Nun wird ein Zehennagel nach dem anderen beschnitten. Bei kleineren Zehen reicht meist ein Schnitt aus, der gerade oder leicht abgerundet durchgeführt wird. Bei größeren oder breiten Nagelplatten wird die Schere unter Berücksichtigung einer geraden Schnittkante mehrfach angesetzt. Je nach Nagel ist es einfacher, in der Mitte mit dem Schneiden zu beginnen und dann von dort jeweils zu den Rändern hin zu arbeiten. Für einen schönen Abschluss können die Nagelenden mit einer feinen Feile geglättet werden, so dass keine scharfen Kanten bestehen bleiben.

Richtige Schuhe, Ernährung, Fußpflege, etc.

Leidet man häufig unter eingewachsenen Zehennägeln, sollte man ganz besonders auf eine gute Vorbeugung achten. Vor allem für Menschen, bei denen die Nägel durch Veranlagung oder Krankheiten immer wieder betroffen sind, ist diese Maßnahme unerlässlich. Ist man sich nicht sicher, wie die Nägel richtig zu pflegen sind, oder schafft es selbst nicht so gut, ist eine regelmäßige professionelle Fußpflege bei einem Podologen ratsam. Doch auch allen, die nicht unter chronischem oder immer wiederkehrenden Einwachsen leiden, ist diese Behandlung hin und wieder zu empfehlen.

Die richtige Wahl der Schuhe trägt außerdem einen großen Teil zur Fuß- und Nagelgesundheit bei. Grundsätzlich sollten sie nicht zu eng, zu klein oder im vorderen Bereich zu schmal sein und möglichst, so weit es geht, der Form der Fußspitze entsprechen.

Eingewachsene Zehennägel durch falsche Schuhe

Je weicher und anpassungsfähiger das Material ist, desto besser. Auch sollten Schuhe gemieden werden, in denen man wenig Halt findet und ständig hin und herrutscht.

Beim Sport sind die Schuhe der jeweiligen Sportart anzupassen und möglichst so zu wählen, dass sie atmungsaktiv sind und sich kein zu feuchtes Klima bildet. Das regelmäßige Tragen von verschiedenen Schuhen hilft außerdem, die Füße und Zehen nicht zu einseitig zu belasten oder bestimmte Stellen zu reizen. Gerade Frauen sollten häufiger mal zwischen hohen, mittelhohen und flachen Schuhen wechseln und möglichst keine zu spitz geschnittenen Modelle tragen.

Zu guter Letzt wirkt sich eine gesunde und ausgewogene Ernährung auch positiv auf das Wachstum und die Beschaffenheit der Nägel aus, was sie unter Umständen weniger anfällig für Erkrankungen und Beschwerden macht. Viel Obst und Gemüse, möglichst wenig Zucker oder verarbeitete Produkte, viel Trinken (am besten Wasser) und wenig künstliche Zusatzstoffe können helfen, den Körper mit den wichtigsten Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen.

Die Vitamine A, B5 und B7 sowie Zink, Eisen und Silizium sind besonders gut für die Nägel.

Für die richtige Aufnahme der Stoffe ist eine gesunde Darmflora wichtig. Sollte sie gestört sein, schwächt dies das Immunsystem und kann auch Veränderungen der Nägel zur Folge haben, so dass möglicherweise eine Sanierung der Darmflora hilfreich ist. Ebenso sollte der Säure-Basen-Haushalt des Körpers möglichst ausgeglichen sein, da auch hier eine Störung zu diversen Veränderungen am Körper führen kann.

Einige Hausmittel können helfen, die Nägel schöner und gesünder zu bekommen:

  • Kieselerde (Silizium) lässt sich als Tropfen, Tabletten oder aus Pulver und Wasser hergestelltes Getränk einnehmen
  • Mandel- und Traubenkernöl halten die Nägel, regelmäßig einmassiert, elastisch und versorgen sie mit wertvollen Vitaminen;
  • Fußbäder mit ein paar Tropfen Olivenöl pflegen Haut und Nägel
  • Packungen mit Heilerde verhelfen besonders brüchigen Nägeln zu neuer Stärke und können auch bei Nagel-Schuppenflechte helfen.

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